WWOOF in den USA

Das WWOOF-Programm bietet dir eine wunderbare Möglichkeit, eine längere Zeit in den USA zu verbringen, das authentische Amerika fernab der großen Städte zu erleben und die Einheimischen hautnah kennenzulernen. WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“. Du lebst und arbeitest also auf einem ökologisch-nachhaltigen Hof und lernst nachhaltige Landwirtschaft sowie ganz besondere Menschen kennen. Gegen ein paar Stunden Hilfe am Tag bekommst du freie Unterkunft und Verpflegung. Das ermöglicht dir einen längeren USA-Aufenthalt, ohne dafür dein Konto plündern zu müssen. Auch die nervige Visums-Beschaffung kannst du umgehen, denn ein WWOOF-Aufenthalt ist in der Regel mit einem Touristenvisum möglich. Alles, was du über diese besondere Form des Auslandsaufenthalts noch wissen musst, erfährst du in diesem Beitrag.

Schale mit Tomaten

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Was genau bedeutet WWOOF?

WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“ und ist eine weltweite Bewegung, die es Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht, ökologisch-nachhaltige Höfe kennenzulernen und zu unterstützen. Die Bewegung startete Anfang der 70er Jahre in Großbritannien. Mittlerweile gibt es in mehr als 100 Ländern nationale WWOOF-Organisationen, die Freiwilligen-Einsätze auf ökologischen Höfen und Gärten vermitteln. Da die Organisationen in den einzelnen Ländern unabhängig voneinander operieren, müssen Interessierte in jedem einzelnen Land Mitglied werden, um Zugang zu den WWOOF-Adressen im jeweiligen Land zu bekommen. Den Internet-Auftritt der nationalen WWOOF-Organisation findest du auf der Homepage von WWOOF-USA.

Typische Aufgaben und Einsatzgebiete

Teilnehmer eines WWOOF-Programms packen in etwa die Hälfte des Tages mit auf der Farm bzw. im Garten an und helfen mitunter auch im Haushalt. Die Aufgaben und Tätigkeiten sind abhängig von den Bedürfnissen des jeweiligen Hofes sowie auch deinen Interessen und Fähigkeiten. Meist arbeitest du an der frischen Luft und hilfst im Garten bei der Ernte, Pflanzen- und Tierpflege etc. Mitunter kommt es aber auch vor, dass WWOOFer bei Bau-Projekten, im Haushalt oder der Kinderbetreuung eingesetzt werden. Deshalb solltest du deine Aufgaben vorab mit deinem Gastgeber genau klären. In der Regel werden die Wünsche und Bedürfnisse der WWOOFer berücksichtigt, wenn du diese deutlich kommunizierst.

Typische Aufgabe sind:

  • Gartenarbeit: Anbau, Aufzucht und Pflege der der Pflanzen
  • Ggf. Pflege und Füttern der Tiere
  • Erntearbeit
  • Reparaturen, Bauarbeiten und Instandhaltung
  • Ggf. Haushalt und Kinderbetreuung

Was bringt ein WWOOF-Aufenthalt?

Bei einem WWOOF-Einsatz lernst du viel über die ökologisch-nachhaltige Bewegung und Landwirtschaft sowie kleinbäuerliche Strukturen in den USA. Außerdem erhältst du freie Unterkunft und Verpflegung, was diese Form des Auslandsaufenthalts in den USA besonders erschwinglich macht. Da du beim WWOOF in den USA kein Geld verdienst, ist dieser Auslandsaufenthalt auch mit einem Touristenvisum möglich. WWOOF ist ein Bildungs- und Kulturprogramm, bei dem du nicht nur praktische Landwirtschafts-Skills lernst, sondern auch Teil der ökologisch-nachhaltigen Bewegung wirst und das ländliche Amerika hautnah  und intensiv erlebst. Die nationale WWOOF-Organisation in den USA listet über 2.100 Höfe und Gärten im ganzen Land. Egal ob Hawai oder Alaska, du kannst dir deinen WWOOF-Einsatz ganz nach geographischen Vorlieben und persönlichen Interessen aussuchen. Mitglied werden kann jeder Hof, Gemeinschaft oder Garten-Projekt, das nach ökologisch-nachhaltigen Prinzipien Landwirtschaft betreibt.

Wie finde ich einen Hof?

Wenn du dich für einen WWOOF-Aufenthalt in den USA interessierst, solltest du auf jeden Fall auf der Website von WWOOF-USA vorbeischauen. Dort kannst du Mitglied des Netzwerks in den USA werden. Das kostet 40 Dollar pro Jahr für den Online-Zugang zu allen Adressen der WWOOF-Höfe in den den USA. Wenn du auch die Print-Ausgabe des WWOOF USA-Buchs haben möchtest, kostet das 50 Dollar plus 22 Dollar Versandgebühren. Die Print-Ausgabe enthält jedoch aus Umweltschutz-Gründen nur verkürzte Beschreibungen der Höfe sowie aus Datenschutz-Gründen keine Kontaktdaten. Eine Online-Mitgliedschaft ist daher vollkommen ausreichend. Die Online-Datenbank wird außerdem ständig aktualisiert. Du findest dort Beschreibungen der Höfe, Fotos sowie Kommentare und Bewertungen ehemaliger Gäste. Dort kannst du dir einen passenden Hof heraussuchen und dich dann direkt über die WWOOF-Plattform mit einer privaten Nachricht direkt bei den Höfen bewerben.

Hier geht es zur Webseite von Wwoof USA:

>> Jetzt Wwoof-Aufenthalt in den USA planen

Voraussetzungen für WWOOF in den USA

Die einzige formelle Voraussetzung für einen WWOOF-Einsatz ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Erfahrungen in der Landwirtschaft sind nicht unbedingt nötig, werden aber natürlich gern gesehen. Wer bereits Erfahrungen hat, sollte das in der ersten Kontakt-Mail auf jeden Fall erwähnen. Du solltest keine körperliche Arbeit scheuen und keine speziellen Allergien in Bezug auf Tiere, Heu oder Ähnliches haben, mit dem du beim Leben auf dem Land in Kontakt kommst. Ein Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft ist ebenso vorteilhaft. Für einen WWOOF-Aufenthalt brauchst du keine besonderen Englischkenntnisse. Allerdings solltest du dich natürlich mit deinen Gastgebern verständigen können. Ein WWOOF-Aufenthalt ist aber auch eine großartige Möglichkeit, deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Prinzipiell ist alles, was du für einen WWOOF-Einsatz brauchst, ein offener Geist, Neugier, Aufgeschlossenheit sowie die Bereitschaft, dir auch mal die Hände schmutzig zu machen und evtl. etwas früher aufzustehen, da die Arbeitseinsätze mitunter sehr zeitig starten.

>> Tipp: Alles über die richtige Auslands-Krankenversicherung und Kreditkarte für die USA, erfährst du auch bei uns.

Tipps für WWOOF in den USA

Um Enttäuschungen vorzubeugen, solltest du dir die Beschreibungen der Höfe sowie die Kommentare und Bewertungen ehemaliger Gäste genau durchlesen. So weißt du, was dich auf dem jeweiligen Hof erwartet, welche Aufgaben genau auf dich zukommen und was deine Gastgeber von WWOOFern erwarten. Im E-Mail-Kontakt solltest du noch vor deiner Anreise folgende Fragen klären:

  • Wie wirst du untergebracht?
  • Wie viele Stunden Mithilfe pro Tag werden erwartet?
  • Gibt es freie Tage?
  • Gibt es in der Nähe Einkaufsmöglichkeiten?
  • Welche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung gibt es auf dem Hof und in der Umgebung?
  • Gibt es andere WWOOFer auf dem Hof?

Je mehr du nachfragst, desto genauer weißt du, was auf dich zukommt. Das ist besonders wichtig, da die Höfe oft sehr abgelegen in ländlichen Gebieten liegen und es nicht immer leicht ist, auf eigenen Faust und ohne Fahrzeug von dort wegzukommen. Deshalb solltest du dir von vornherein etwas suchen, das deinen Interessen gerecht wird, damit du nicht schon nach einem Tag wieder abreisen möchtest. Trotzdem kannst du vorab natürlich nie wissen, wie die Realität aussieht. Solltest du trotz aller Vorsicht daneben greifen, kannst du einen WWOOF-Einsatz natürlich jederzeit abbrechen und dir einen anderen Hof suchen. Über die Online-Datenbank findest du wie gesagt über 2.000 Höfe überall in den USA, sodass du auch kurzfristig eine Alternative findest.

>> Schau dir auch unsere Infos über Farm- und Rancharbeit in den USA an!

Fazit

Ein WWOOF-Aufenthalt in den USA ist ein wunderbare Möglichkeit, das ländliche Amerika kennenzulernen, die Kultur und Sprache hautnah zu erleben und außerdem viel über ökologische Landwirtschaft und kleinbäuerliche Strukturen zu lernen. Ein großer Vorteil ist außerdem, dass du diesen Auslandsaufenthalt auch mit einem Touristenvisum machen kannst und so die komplizierten Vorschriften für USA-Visa umgehst. Da du freie Unterkunft und Verpflegung erhältst, hast du vor Ort außerdem kaum Ausgaben.

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Bildquelle: www.unsplash.com, Fotograf: Elaine Casap

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