Berufserfahrung in den USA sammeln: Als Praktikant am Goethe-Institut Rene als Praktikant in San Francisco

| 12. März 2014 | 2 Comments

Für mein Studium hatte ich mich entschlossen, ein Auslandspraktikum in den USA zu absolvieren. Die Reise führte mich ans Goethe-Institut in San Francisco.

Die Vorbereitung meines Aufenthaltes am Goethe-Institut in San Francisco begann fast ein Jahr zuvor. Da ein Auslandspraktikum bei der Organisation sehr beliebt ist, sollte man sich rechtzeitig um einen Platz bewerben. Das Verfahren ging ganz einfach über die Website des Instituts. Dort konnte ich meinen Lebenslauf und mein Vorhaben einsenden. Geplant war, den Aufenthalt als Praktikum für mein Studium anrechnen zu lassen.

Die Vorbereitungsphase: Visum, Versicherung und Unterkunft

Schnell kam die Antwort, dass man interessiert wäre, mich als Praktikanten zu übernehmen. Nach der Zusage ging es an die Visumsbeschaffung. Für ein Auslandspraktikum braucht man die J1-Kategorie für Austauschstudenten. Dazu sind einige Formulare und der Ausbildungsverlaufsplan erforderlich. Das Goethe-Institut und die Partnerorganisation Cultural Vistas in New York standen mir da mit Rat und Tat beiseite. Cultural Vistas stellte auch das Antragsformular DS-2019 aus, das für die Visa-Bewerbung erforderlich ist. Auch was die Suche einer Unterkunft in San Francisco an betraf, wurde mir geholfen. Ich bekam eine Liste mit verschiedenen Gastfamilien und Vermietern zugesendet, die regelmäßig Praktikanten aufnehmen. Dadurch bin ich letztlich auch zu meiner WG im Stadtteil The Mission gekommen. Wir haben dort mit fünf Leuten – einige davon Amerikaner, manche ebenfalls Europäer – gewohnt, was für mich ein tolles Erlebnis war.

Und los geht’s

Mit dem Flugzeug ging es einige Monate nach Erhalt meines Visums in Richtung New York und von da weiter nach San Francisco. Am ersten Tag als Praktikant wurde ich erst einmal in die grundsätzliche Arbeit eingewiesen und durch das gesamte Haus geführt. Meine Aufgabe für die nächsten drei Monate war es, in der Kulturabteilung Pressemeldungen zu verfassen, mit Partnern des Instituts telefonisch und per Mail in Verbindung zu bleiben, aber auch komplexe Kulturprogramme zusammen mit meinen Vorgesetzten zu erarbeiten. Interessant fand ich dabei, dass ich direkt in die Planung mit eingebunden und nützliche Ideen einbringen konnte. Die Konferenzen, Konzerte und Filmabende, die wir organisierten, konnte ich dann meist auch selber besuchen.

Die Arbeit fing meist gegen 9.00 Uhr am Morgen an und endete um 17.00 Uhr. Je nachdem, wie viel es zu tun gab, konnte ich aber auch öfters früher gehen oder später anfangen. Gerade, wenn man abends noch etwas vorhat oder die Stadt besichtigen möchte, lassen die Vorgesetzten mit sich reden. Die Wochenenden waren natürlich komplett für mich reserviert: Ausflüge zur Fisherman’s Wharf, der mondänen Hafenpromenade mit ihren vielen Restaurants und Shops, standen ganz oben auf meiner Favoritenliste. Entspannte Nachmittage in der Vesuvio Bar folgten gleich dahinter. Hier hat schon der Beat-Veteran Jack Kerouac seine Cocktails geschlürft und man bekommt den meiner Einschätzung nach besten Bloody Mary der Stadt.

Am Ende meines Praktikums: Der Roadtrip

Ein Roadtrip ist Traum vieler Work and Traveller in den USA

Ein Roadtrip ist Traum vieler Work and Traveller in den USA

Kurz vor dem Ende meines Auslandspraktikums habe ich sogar noch ein paar Tage frei bekommen, um auf dem Landweg zurück nach New York zu kommen. Der kleine Roadtrip war eines der besten Abenteuer meines Lebens: Städte wie Las Vegas, Santa Fe und der gigantische Grand Canyon lagen auf der Strecke. Auch in New York hatte ich noch etwas Zeit, um die Sehenswürdigkeiten der größten Stadt der USA zu bewundern.

Nach Abschluss des Praktikums bekam ich ein Zeugnis vom Goethe-Institut mit einer detaillierten Darstellung meiner Tätigkeit und einer kleine Einschätzung meiner Fähigkeiten. Genau dieses Zeugnis konnte ich letzten Endes an meiner deutschen Universität anerkennen lassen.

Category: Allgemein, Erfahrungsberichte, Magazin

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About the Author ()

Laura Stephan ist mit Reisen und internationalen Kontakten groß geworden. Zu Hause, in der sechsköpfigen Familie, waren Austauschschüler und internationale Besucher jederzeit willkommen. Schon damals war der Sommerurlaub das Highlight des Jahres und das ist heute noch so. Nach dem Abitur hat Laura als Kanutrainer in einem Feriencamp in Maine in den USA gearbeitet. Auch was das Studium angeht ist sie international geblieben und hat im Ausland, in den Niederlanden Tourismus- und Eventmanagement studiert. Highlight war das Auslandssemester in Argentinien und die anschließende Backpacker-Tour durch Argentinien, Chile und Uruguay. Es folgten Trips durch Großbritannien, Kuba und Norwegen. Nächste Ziele Kurzstrecke: Istanbul, Irland, Baltikum, Israel. Nächste Wunschziele in die Ferne: Bolivien, Peru und Neuseeland. Die Mitarbeit bei der Initiative auslandszeit ist für Laura die perfekte Kombination Ihrer beruflichen Fähigkeiten mit ihrer Reisebegeisterung und eine Chance ihre Erfahrungen an andere Work and Traveller weiterzugeben und sich auszutauschen.

Comments (2)

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  1. Avatar sarah sagt:

    hey Laura :),
    hast du diese Reise direkt nach dem Abitur unternommen oder warst du da schon Studentin? Ich frage, weil ich immer dachte das J1-Visum könne man nur als Student in Anspruch nehmen.

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